Das Projekt „Stressres“

Der WaStRes Web-GIS-Demonstrator wurde im Rahmen des vom BMFTR geförderten Forschungsprojekts StressRes entwickelt. Ziel ist es, die Auswirkungen von Trockenheit und weiteren Belastungen auf oberflächennahe Grundwasserressourcen sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Betrachtung von Wasserverfügbarkeit, anthropogenem Wasserbedarf und Wasserqualität.

Die Wasserverfügbarkeit wird anhand der direkten und indirekten Grundwasserneubildung betrachtet, die im Projekt StressRes modellbasiert quantifiziert wurde. Dieser erneuerbaren Wasserverfügbarkeit wird der Wasserbedarf gegenübergestellt. Berücksichtigt werden der Trinkwasserbedarf, der anhand eines Pro-Kopf-Verbrauchs abgeschätzt wird, sowie der potenzielle landwirtschaftliche Bewässerungsbedarf auf Grundlage kulturspezifischer Wasserbedarfe. Für Trockenjahre können veränderte beziehungsweise erhöhte Bedarfe berücksichtigt werden.

Ergänzend wird die Wasserqualität betrachtet. Für den Zeitraum 2000–2024 werden Belastungen der Grundwasserneubildung durch Nitrat und Trifluoracetat (TFA) abgeschätzt. Dadurch können neben mengenmäßigen Engpässen auch mögliche qualitative Einschränkungen einer Nutzung der Grundwasserressourcen berücksichtigt werden.

Die gemeinsame Betrachtung dieser Komponenten ermöglicht es, zentrale Stressoren und potenzielle Nutzungskonflikte sichtbar zu machen. Der Demonstrator bietet damit einen übertragbaren Ansatz zur integrierten Bewertung lokaler Grundwasserressourcen unter hydroklimatischen und anthropogenen Veränderungen.

Die Methodik und Berechnungsgrundlagen sind in einer geplanten Publikation zusammengefasst. Der Link wird nach Veröffentlichung ergänzt.

Weitere Informationen zum Projekt StressRes finden Sie hier: https://www.drought.uni-freiburg.de/stressres/